Ergotherapeutische Leistungen

Gruppentherapie bei Demenz / Alzheimer Erkrankung

Unsere nächste Gruppe:

montags, 03.02.2020 – 06.04.2020

jeweils 15:15 – 16:15 Uhr

10 x 60 Minuten

Leitung: Valeska Stark-Korff

bei Interesse melden Sie sich bitte in der Praxis (05261-2727), damit unsere Ergotherapeutinnen Sie bei den weiteren organisatorischen Schritten unterstützen können.

 

Eine Erkrankung mit Demenz / Alzheimer stellt den Betroffenen und das Umfeld vor eine große Herausforderung. Eine therapeutische Intervention ist daher so früh wie möglich, nach der Stellung der Diagnose sinnvoll.

Eine Gruppenbehandlung hat den Vorteil, dass die Betroffenen miteinander verbal und nonverbal kommunizieren und so ihre Ängste ablegen können. Das Zusammenarbeiten fördert die Aufmerksamkeit, die Kommunikation und den sozialen Umgang untereinander.

Die Behandlung umfasst u.a. einen Termin zur Angehörigenberatung. An diesem Termin wird die optimale Kommunikation und das Verhalten gegenüber dem Betroffenen besprochen. Es werden Fördermöglichkeiten aufgezeigt, die sich in den Alltag integrieren lassen, Entlastungsstrategien vorgestellt und die Angehörigen können sich untereinander austauschen.

Das kognitive Training beinhaltet verschiedene Übungen zum Gedächtnis und der Wahrnehmung unter Einbeziehung aller Sinne.

Durch autobiographische Arbeit wird die Erinnerung aufrechterhalten und die eigene Identität gestärkt.

Die Gruppe zielt auf alltagsrelevante Aktivitäten ab, um das Leben in der häuslichen Umgebung so lang wie möglich aufrecht zu erhalten.

Motorisch-funktionelle Behandlung

Eine motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen mit und ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur

  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster,
  • Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen,
  • Entwicklung oder Verbesserung der Grob- und Feinmotorik,
  • Entwicklung oder Verbesserung der Koordination von Bewegungsabläufen und der funktionellen Ausdauer,
  • Verbesserung von Gelenkfunktionen, einschl. Gelenkschutz,
  • Vermeidung der Entstehung von Kontrakturen,
  • Narbenabhärtung,
  • Desensibilisierung bzw. Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen,
  • Schmerzlinderung,
  • Erlernen von Ersatzfunktionen,
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen.

Die Behandlung kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.

Sensomotorisch-perzeptive Behandlung

Eine sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der sensomotorischen und perzeptiven Funktionen mit den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur

  • Desensibilisierung und Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen,
  • Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen,
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung,
  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnung normaler Bewegungen,
  • Stabilisierung sensomotorischer und perzeptiver Funktionen mit Verbesserung der Gleichgewichtsfunktion,
  • Kompensation eingeschränkter praktischer Möglichkeiten durch Verbesserung der kognitiven Funktionen, Erlernen von Ersatzfunktionen,
  • Entwicklung und Verbesserung im situationsgerechten Verhalten und der zwischenmenschlichen Beziehungen,
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten,
  • Verbesserung der Mund- und Essmotorik,
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen.

Die Behandlung kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.

Hirnleistungstraining / neuropsychologisch orientierte Behandlung

Ein Hirnleistungstraining/eine neuropsychologisch orientierte Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur

  • Verbesserung und Erhalt kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis sowie Handlungsplanung und Problemlösung,
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten,
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen.

Die neuropsychologisch orientierte Behandlung wird ausschließlich als Einzeltherapie verordnet. Das Hirnleistungstraining kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.

Psychisch-funktionelle Behandlung

Eine psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur

  • Verbesserung und Stabilisierung der psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung,
  • Verbesserung eingeschränkter körperlicher Funktionen wie Grob- und Feinmotorik, Koordination und Körperwahrnehmung,
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung,
  • Verbesserung der Realitätsbezogenheit, der Selbst- und Fremdwahrnehmung,
  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, auch der sozioemotionalen Kompetenz und Interaktionsfähigkeit,
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen,
  • Verbesserung der psychischen Stabilisierung und des Selbstvertrauens,
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und der Grundarbeitsfähigkeiten.

Die psychisch-funktionelle Behandlung kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.

Handtherapie

In der Handtherapie behandeln wir Sie bei:

  • angeborenen
  • traumatisch erworbenen
  • degenerativen

Erkrankungen und Verletzungen der Hand und der oberen Extremität.
Dazu zählen alle Erkrankungen aus dem:

  • orthopädischen
  • traumatolgisch-chirurgischen
  • rheumatologischen
  • neurologischen

Bereich, wie z.B. Sehnenverletzungen, CRPS (M.Sudeck), rheumatoide Athritis usw..

Ziel der Handrehabilitation ist es, die Funktionen der Hand bestmöglichst zu erhalten bzw. wiederherzustellen, damit Sie schnellstmöglich Ihren Alltag wieder bewältigen können.

Aus diesem Grund wird in der Diagnostik und Therapie nicht nur die Hand, sondern der ganze Körper miteinbezogen, um direkt an der Ursache des Problems ansetzen zukönnen.

Die Greiffunktion, Feinmotorik, Beweglichkeit, Koordination, Geschicklichkeit, Kraft und Schmerzfreiheit sind dabei natürlich vorrangig.

Dieses erreichen wir durch:

  • Aufklärung über den Krankheitsprozess,
  • manualtherapeutische Techniken
  • Behandlungstechniken an Muskeln, Sehnen, Faszien und Lymphsystem
  • Narbenbehandlung
  • Spiegeltherapie
  • Schmerztherapie und Sensibilitätstraining

Durch Anleitung zu Eigenübungen und Training der „Aktivitäten des täglichen Lebens“ (ADL) werden mit Ihnen gemeinsame Strategien und Kompensationsmöglichkeiten erarbeitet, um möglichst die ursprüngliche Funktion zurückzuerlangen.

Es ist somit eine ganzheitliche Rehabilitation mit gemeinsam  festgelegten Zielen im sozialen, häuslichen und beruflichen Bereich, z.B. der Wiederaufnahme Ihrer beruflichen Tätigkeit.

Wir setzten dabei auf eine gute Zusammenarbeit mit allen an der Handrehabilitation mitwirkenden Berufsgruppen, u.a. Handchirugen, Unfallchirugen, Orthopäden etc.

Therapieergänzende Maßnahmen

Thermotherapie (Wärme-/Kältetherapie) nach § 24 ist zusätzlich zu einer motorisch-funktionellen oder sensomotorisch-perzeptiven Behandlung als ergänzendes Heilmittel nach Vorgabe des Heilmittelkataloges dann verordnungsfähig, wenn sie einer notwendigen Schmerzreduzierung bzw. Muskeltonusregulation dient. Dazu bieten wir unteranderem ein Paraffinbad an.